Handwerkskünste & Long Beach

Eigentlich wollte ich schon Mittwoch Abend den Reifen am Fahrrad unserer AirBnB-Hostess reparieren. Leider war nicht das passende Werkzeug griffbereit, sodass ich unverrichteter Dinge mich wieder den angenehmen Seiten eines Lebens am Pool widmen musste. Am nächsten Morgen ließ sich dann doch ein 15er Schraubenschlüssel von Dana auftreiben, und in wenigen Minuten war der neue Schlauch im Reifen und aufgepumpt.

Es folgen lediglich 30 Minuten Fixing anderer Nebensächlichkeiten, wie etwa Bremsen. Als wir dann das zweite Fahrrad noch eben aufpumpen wollten, war auch da der Schlauch hinüber. Nunja, das passende Werkzeug lag ja schon bereit und der Kunststoff-Spezial-Sekundenkleber Made in Germany hat es gerichtet und den Tag gerettet. Als Oldtimerbesitzer natürlich eine Kleinigkeit, irgendwas, ist ja immer und mit dem Alter und hinreichend automobiler Schrauberfahrung wird man dann doch etwas gelassener.

Da die Entfernungen hier doch etwas anders sind als zu Hause, haben wir die Bikes geschwind in den Chevy geworfen (viel Einfädelkunst war bei dem Laderaum nicht von Nöten) und sind Richtung Long Beach abgezischt. Auf dem Bild oben seht ihr den üblichen Verkehr rund um Los Angeles. Ganz links die Carpool Lane, in der Autofahrer mit 2 oder mehr Personen fahren dürfen.

Long Beach hieß anfangs mal “Willmore City”, nach dem Begründer und quasiBesitzer der ganzen Grundstücke der Stadt, William E. Willmore. Dieser scheiterte jedoch geschäftlich, verließ die Stadt, und ein neuer Name wurde gesucht. Bei der Namensfindung waren dann die kreativsten Geister beteiligt, die die Region zu bieten hatte, und aufgrund der natürlichen Gegebenheiten in Form eines endlos langen, breiten Sandstrandes war der Name „Long White Sandy Beach“, abgekürzt “Long Beach” schnell gefunden. Mit den Bikes sind wir dann am Strand entlang, bis zum Stadtteil Waterfront, mit einer kleinen Marina und zahlreichen Motor- und Segelbooten, geradelt. Der Radweg am Strand ist wirklich exzellent ausgebaut, und ständig gibt es Toilettenhäuschen am Strand an denen auch frisches Trinkwasser kostenfrei verfügbar ist.

 

Spontan enterten wir noch ein Schiff, welches grad zur Rundfahrt durch den Hafen und Terminal Island aufbrechen wollte, was nochmal spannende andere Blickwinkel auf die Stadt eröffnet. Hier liegt auch die royale Queen Mary, welche im Hafen von Long Beach ihre letzte Heimat als Hotel- Museums- und Restaurantschiff gefunden hat, und bspw. nach dem 2. Weltkrieg tausende Soldaten wieder zurück in die Heimat transportierte. Übrigens befinden sichvor der Küste auch einige künstlich angelegte Inseln, in deren palmungesäumten Zentren nach Öl gebohrt wird. Nur optisch viel ansprechender verpackt als eine klassische Bohrinsel!

Morgen geht es dann weiter, auf dem Pacific Coast Highway (CA1) weiter in den Süden, bis kurz vor die Grenze zu Mexiko, nach San Diego!

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