Unterwegs mit dem roten Flitzer in der Bretagne – Tag 1

Viel zu lang hab ich nichts geschrieben, nun ist es mal wieder so weit und was soll ich sagen? Es ist schon Halbzeit! In nicht mal mehr zwei Monaten bin ich schon wieder in Deutschland. Unglaublich wie die Zeit vergeht!

Dieses Wochenende war Tobi zu Besuch und wir haben eine tolle Tour durch die Bretagne/Breizh (auf bretonisch) gemacht und tada – nun mag auch Tobi Frankreich. Très bon! IMG_5995

In den letzten Wochen habe ich bereits diese Orte besucht: in St.Malo, Dinard, Dinan, Cap Fréhel, Fort La Latte, Le Mont St. Michel, La Côte Granit Rose (Lannion, Perros Guirec, Ploumanach). Die Beiträge hierzu folgen.

Da ich diese vielen atemberaubenden Orte bereits besucht hatte, ging es dieses Mal also etwas weiter, was auch vor allem deshalb möglich war, weil wir ein Auto gemietet hatten. Wir bekamen einen kleinen roten Renault Twingo und er hat uns sehr gut von A nach B, C, D, usw. gebracht.

Twingo, Tobi und Meer
Twingo, Tobi und Meer.

Beim Verleih sagte man uns, dass wir falls wir einen Mangel feststellen sollten, doch noch einmal kurz vorher Bescheid geben sollten. Wir gingen also in deutscher Manier zum Auto und sahen jede Menge Schrammen und fragten uns was der Angestellte der Firma Citer wohl mit „Schadenfrei“ meinte. Wir riefen ihn also an, er kam vorbei und als wir ihm die Schrammen zeigten lachte er nur und sagte, dass ein Mangel erst bei einer Größe von 5cm wirklich ein Mangel wäre. Interessant, äußerst interessant!

Wir fuhren also los und unsere Tour führte uns durch zahlreiche kleine Dörfer mit tollen Kirchen, nette und weniger nette, kleine und große Städte, Felder, Kliffe und Strände. Es war wirklich sehr aufregend und wir entdeckten vieles Neues wie z.B. Essen (Austern, Jakobsmuscheln, Moules marinière, Baguette mit gesalzener Butter, Galette etc.), Häuser gebaut aus am Strand gesammelten Steinen (nicht wahr Tobi? 😛 ), mehrere hundert Jahre alte Kalvarienberge und vieles mehr.

Das folgende Bild zeigt den ersten Teil unserer Tour – Tag 1 und Tag 2. Ich möchte euch in den nächsten Tagen kurz die Eindrücke über die angefahrenen Städte/Orte schildern.

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Unsere Route für Tag 1 und 2 – Übernachtung in Brest und Concarneau.

Tag 1: Baie de Morlaix – Morlax – St Thegonnec – Sizun – Plougastel-Daolas – Brest

Baie de Morlaix – Die Bucht von Morlaix ist wie die gesamte Bretagne geprägt von den Kliffen und breiten Stränden zum Ärmelkanal hin. Bei Ebbe kann man hier wirklich stundenlang herumlaufen. Wir haben hier am Strand unser Baguette gegessen, bevor es dann angefangen hat zu regnen.

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Ebbe am Strand im Baie de Morlaix.
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Entdeckungstour am Strand.
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Muschelsucher mit Einsatz.
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Muscheln am Stein.
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Steinformationen bei Ebbe.

Morlaix – Süße kleine Stadt, geprägt durch einen riesigen Eisenbahnviadukt, der einmal quer über die Stadt geht und sogar begehbar ist. Man soll hier wohl einen super Ausblick über die Stadt haben. Wir sind hier nur mehr oder weniger durchgefahren, da dort gerade Rummel war und das Parken nicht besonders gut geklappt hat. Aber sicherlich einen kleinen Spaziergang entlang des Hafens und der kleinen Altstadt mit den süßen Fachwerkhäusern wert!

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Fachwerkhäuschen in Morlaix.

 

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Der Eisenbahnviadukt in Morlaix.

 

 

St.Thegonnec, Sizun, Plougastel-Daolas: hier haben die kleinen Gemeinden sich früher immer wieder versucht gegenseitig mit ihren tollen Kirchen und Kalvarienberg (stellt die Geschichte Jesus von Geburt bis Tod dar) zu übertrumpfen, weshalb diese wirklich enorme Ausmaße angenommen haben. Interessant für uns war, dass diese Kirchen-Gelände deshalb damals ein Beinhaus hatten, weil die Friedhöfe irgendwann voll waren und man dann einfach die Knochen ausgegraben hat, um sie anschließend im Beinhaus zu verstauen. Beinhäuser sind im Übrigen einfach kleine Häuschen auf dem Kirchen-Gelände.

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Eins der Beinhäuser, die wir sahen, hier in Sizun.
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Der Kalvarienberg in St Thegonnec.
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Nur der Kalvarienberg in Plougastel – Daolas ist größer.

Brest: In Brest angekommen haben wir erstmal unsere Air BnB Unterkunft gesucht und auf dem Weg dahin über den großen Hafen gestaunt. Insgesamt hat uns die Stadt aber nicht wirklich überrascht, denn sie wurde im 2. Weltkrieg aufgrund des Hafens total zerbombt, weshalb hier nicht mehr viel aus dieser Zeit übrig ist. Gegessen haben wir bei „Chez Alfred“ und es war sehr lecker. Tobi hat zum ersten Mal „Moules marinière„, d.h. marinierte Miesmuscheln, gegessen und fand es sehr lecker. Außerdem waren wir hier am Morgen des zweiten Tages aufgrund des doch nicht so super tollen Wetters im Oceanipolis, einem großen Aquarium.

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Moules marinière zum Abendbrot.
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Typisch bretonnisch: Brot und gesalzene Butter.
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Brest bei Nacht.
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Marinehafen bei Nacht.

Weiter geht’s ganz bald mit meinem Bericht…

 

 

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