Auf der CA-395 zu Movie Sets & zur wohl besterhaltensten Geisterstadt der USA

Auf unserem Weg vom Death Valley zum Yosemite National Park hatten wir uns eine Route mit weiteren, spannenden Möglichkeiten zum Anhalten ausgesucht. Unser dicker Reiseführer empfahl uns dazu zunächst die Alabama Hills, eine kleinere Recreation Area in der Nähe von Lone Pine an der CA-395. Auf dem weiteren Weg würden noch einige Überraschungen auf uns warten! Bekannt sind die Alabama Hills für die bizarren Gesteinsbögen, die man hier findet. Übrigens wurden auch viele Filme hier gedreht, vor allem Western.

Die Landschaft ist wieder enorm trocken und gespickt mit schön anzuschauenden Sukkulenten, sowie durchsäht von kleineren Büschen. Auf dem Gelände gibt es einige einfache Rundwege auf der recht ebenen Fläche. Wir entschieden uns für einen ca. 2 Meilen langen Track, der an einigen Bögen vorbeiführt. In der Ferne bildet einer der Bögen sogar ein Herz 🙂 

Für einen weiteren Stop haben wir uns den Obsidian Dome ausgesucht, ebenfalls an der 395 kurz vorm June Lake. Hier führt ein entspannter Weg hinauf zum Berg mit beeindruckenden vulkanischen Gesteinen. Obsidian ist eine Art Glas, obwohl es aussieht wie ein Stein. Bis man so ein Ding mal aufknackt. Im umgebenden Wald finden sich auch einige ganz junge Redwood, die dennoch schon für unsere Maßstäbe riesig sind. Witzig war auch dass gerade eine Filmcrew auf dem Dome fertig geworden ist mit Drehen, und in den Abbauarbeiten vertieft war. Ein Security erzählte uns dass irgendwas für Netflix gedreht wurde. Hat jemand eine Idee in welche Serie / in welchen Film so eine Endzeit-Landschaft passen könnte? 🙂

Die letzte Station führte uns über viele Kilometer Dirtroad nach Bodie, einer richtigen und sehr umfassend erhaltenen Geisterstadt. Nach 1859 entstand sie zu den Zeiten des Goldrausches, und wurde 1930 wieder verlassen als die Minen nichts mehr hergaben und zudem ein Großbrand viele Gebäude dem Erdboden gleich machte. In Spitzenzeiten lebten hier 10.000 Menschen. Seit den 60ern ist Bodie ein State Park, und wird entsprechend professionell betreut und der Originalzustand bewahrt. Entsprechend wird auch etwas Eintrittsgeld fällig. Man findet dafür sehr viele Gebäude in einem guten Erhaltungszustand, inklusive Innenleben. Als ob die Bewohner gerade eben fluchtartig die Stadt verlassen haben.

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