Reise zum tiefsten Punkt Nordamerikas

Der Death Valley Nationalpark, man könnte auch Tal des Todes sagen, liegt in der Mojave-Wüste in Kalifornien und ist innerhalb der USA der trockenste Nationalpark (Danke Wikipedia :-)). Die Temperaturen steigen im Sommer hier leicht über 40 Grad am Tag, bei unserer Durchfahrt haben wir im Mai bis zu 105 Grad gemessen (Fahrenheit, in Grad Celsius wären das 40,5). Der Rekord liegt bei 57 Grad Celsius.

Wir haben das Death Valley als Zwischenstop auf unserer Reise nach San Francisco eingeplant. Es ist auf jeden Fall empfehlenswert eine große Menge an Wasser mit sich zu führen, auch wenn man nur eine einfache Durchfahrt plant. Wie wir später in San Francisco noch erfahren werden, kommt es leicht zu einer Reifenpanne und entsprechend damit verbundenen Wartezeiten. Das Besucherzentrum hält auch in diesem Fall direkt am Eingang des Nationalparks öffentlich zugängliche Brunnen bereit.

Zunächst steuerten wir den Zabriskie Point an. Dabei handelt es sich um wunderbare Steinformationen aus relativ weichem Sand- und Kalkstein, welcher im Laufe der Zeit herausgehoben und durch (seltenen) Regen erodiert wurde. Davon zeugen die heute sichtbaren, fließenden Formen.

Anschließend waren wir am Badwater Pool, bei dem man je nach Witterungslage auch schicke Salzflächen entdecken kann. Das Wasser in diesem “See” ist natürlich extrem salzig, daher auch der Name “Badwater”. Die ersten Siedler haben nämlich recht schnell festgestellt, dass diese scheinbare Oase leider ungenießbares Wasser enthält. Zu entdecken gibt es hier ansonsten eine schier endlose Weite, und einen beständigen warmen Fön der längere Aufenthalte außerhalb des klimatisierten Autos relativ unangenehm macht. Eine kleine Wanderung gönnten wir uns dennoch. Hier findet sich auch der tiefste Punkt der USA, wir befanden uns 86 Meter unter dem Meeresspiegel!

 

Danach wagten wir noch einen Abstecher über den Artist Drive, eine kleinere Nebenstraße, zu Felsformationen sehr unterschiedlicher Färbung. Man findet hier nahezu alle Rottöne und auch solche Farben wie grün, grau und schwarz (jaja, schwarz ist keine Farbe) wider. 

Da wir dann auch schon eine gute Weile unterwegs waren, und es bereits dämmerte, brausten wir an den Mesquite Flat Sand Dunes (große Sanddünen) vorbei. Sie glitzerten schön in der nachmittaglichen Sonne. Wir fuhren zum Wildrose Camground, ein Campground in den Bergen des Death Valley, der sich auf einigen tausend Fuß Höhe befindet und damit einhergehend super erträglichen Temperaturen aufwies. Der Wildrose Campground ist etwas versteckt, aber man kann hier sogar bei fließendem Wasser und Plumpsklo kostenfrei übernachten. Spitzenmäßig, da lohnt sich der Weg in die Berge 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.