Aussichten über den Wolken im Grand Canyon

Am Grand Canyon kamen wir gegen frühen Nachmittag an, genossen am Desert View Point einen Blick in den Canyon und machten uns auf die Suche nach einem Campground. Ergebnis: Auf den staatlichen Campingplätzen hatten wir keine Chance mehr. Wir fuhren also nach Tusayan, wo wir zuvor schon das Grand Canyon Camper Village als Alternative circa 10 Minuten vor dem Südeingang des Parks rausgesucht hatten. Der private Campingplatz ist tatsächlich circa doppelt so teuer wie die staatlichen (ca. 30$/Nacht/Zelt/Auto ohne Wasser- und Stromanschluss), aber hat dafür Duschen (2$/8 Minuten) und WLAN. Der Platz an sich ist eher klein, sehr karg und die Campingstellen sind sehr eng aneinander. Der Campingplatz lebt davon, dass die Leute einfach keine Wahl haben, wenn die Plätze im Park voll sind, denn frei irgendwo parken über Nacht ist zumindest im Grand Canyon NP nicht erlaubt. Aktuell war außerdem allerhöchste Feuergefahr, weshalb auch keine Feuer in den Feuerstellen auf dem Campingplätzen erlaubt war.

Am Abend genossen wir den Sonnenuntergang am Yavapai Point. Dort gibt es auch ein Geologie-Museum, in dem man sich zur Entstehung des Grand Canyon informieren kann. Wie auch bei den bisherigen Canyon entstand der Grand Canyon durch die Verschiebung der Kontinentalplatten vor vielen Millionen Jahren zu den Zeiten, zu denen noch die Dinosaurier lebten. Die Erosion des Colorado River über Millionen von Jahren tat ihr übriges, und formte die heutigen beeindruckenden Formen. Die Ausmaße des Grand Canyon sind jedoch natürlich um einiges größer als bei den Canyons, die wir bisher besuchten.

Den nächsten Tag am Grand Canyon begannen wir wie fast einen normalen Arbeitstag in unserem Consulting-Business: wir stiegen ins Flugzeug. Dieses Mal haben wir jedoch nicht den Airbus A320 der Lufthansa gebucht, sondern eine einmotorige Cessna 208B der Grand Canyon Airlines. Was für ein Erlebnis! 45 Minuten lang flogen wir mit umfangreichen Erläuterungen über die verschiedenen Bereiche des Grand Canyons, mit unbeschreiblichen Ausblicken auf die Landschaft. Man wurde aufgrund der Thermik kräftig durchgerüttelt, aber das hat sich echt gelohnt! Schaut selbst:

Zum Abschluss haben wir uns noch selber in den Canyon gewagt, und sind den Bright Angel Trail gegangen. Zumindest einen Teil davon, insgesamt 3 Meilen und etliche hundert Höhenmeter, erst runter, dann hoch. Zum Runterkommen und Schnack folgte dann ein langer Spaziergang oben auf dem Rim Trail, also direkt an der Kante entlang und stets mit herrlichem Blick in den Canyon hinein gesegnet. Das war wirklich ein richtig spannender Tag!

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