Zion Nationalpark – von herrlichen Aussichten und Campingplatzsuche

In Las Vegas stellten wir fest, dass das mit dem Camping in den Nationalparks evtl. gar nicht so einfach sein könnte wie wir uns das bisher vorgestellt hatten. Im Joshua Tree NP hatten wir noch über die offizielle Website der staatlichen Campingplätze einen Platz reservieren können. Für die nächsten geplanten Stopps konnte man nichts reservieren. Wir suchten also ein paar Alternativen heraus und fuhren einfach los. Let the adventure begin!

Gegen 17 Uhr nach knapp 4 Stunden Fahrt inklusive kurzem Stopp zum Einkaufen und Laptop im WLAN checken, waren wir in Springdale, dem südlichen Eingangstor vom Zion National Park (inklusive einer Stunde Zeitverschiebung +1) angekommen. Dort erkundigten wir uns in einem Laden nach möglichen Stellplätzen außerhalb des Parks. Ein Angestellter erklärte uns verschiedene Möglichkeiten, falls wir im Park keinen Platz auf den zwei Campingplätzen South Campground und Watchman Campground kriegen sollten. Das erschien ihm und uns für sehr wahrscheinlich, da doch sehr viele Menschen bereits aktuell in den Nationalparks unterwegs sind. Er empfahl uns für den Abend noch den Wanderweg Watchman Trail, den man in 2h gut schaffen sollte und da der Sonnenuntergang hier jetzt aufgrund der Zeitverschiebung erst um 20:30 Uhr war, war das noch eine gute Gelegenheit sich ein wenig die Beine zu vertreten. Wir fuhren dazu mit unserem Annual Pass, den wir noch im Joshua Tree Nationalpark für 80$ gekauft hatten (lohnt sich ab 3 und mehr Nationalparks, die man besucht), in den Park zum Visitor Center. Dort sind auch direkt die beiden Campgrounds und wir dachten uns: probieren wir es einfach mal. Und ta da: Karma pays it back. Wir haben den letzten Platz auf dem Watchman Campground bekommen und waren überglücklich. Um ehrlich zu sein konnten wir es kaum fassen. Und das Beste: auf diesem Campground gibt es sogar fließend Wasser und richtige Toilettenhäuschen. Was für ein Luxus!

Am Abend wanderten wir noch den Watchman Trail (4,3 km, 112 hm, ca. 1,5h). Im Gegensatz zum Joshua Tree NP war hier alles viel grüner, was wohl an den vorhandenen Wasserquellen liegt. Der Zion Nationalpark ist ein Nationalpark, der bei der Verschiebung des Colorado Plateaus durch die Verschiebung der Kontinentalplatten durch Aufschichtung entstand. Dabei kann man ganz genau die verschiedenen Windrichtungen, die sich über die vielen Millionen Jahre zwischenzeitlich veränderte, erkennen. Der Stein im Zion Nationalpark ist Sandstein, weshalb wir auch das ein oder andere Mal an unsere Heimat und das Elbsandsteingebirge erinnert wurden. Nur, dass Zion einfach um ein Vielfaches größer ist. Liebe Ulpi, wir beginnen das Wandern zu mögen. Ist das nicht super?

Am nächsten Tag fuhren wir mit dem Shuttle vom Visitor Center in den Park hinein und wanderten eine Kombination aus dem Wanderweg zu den Drei Emerald Pools und dem Kayenta Wanderweg (ca. 5,6 km, ca. 128hm, ca. 2h). Nice to know: Von Februar bis Oktober dürfen im Zion NP keine Autos auf den Straßen entlang fahren, da kein Platz zum Parken wäre. Daher verkehrt ein kostenfreier Shuttle. Die drei kleinen Saphir Teiche (Emerald Pools), in die zu regenreichen Zeiten mittelgroße Wasserfälle fließen, sind eine der zahlreichen Wasserquellen im Zion NP. Als wir dort waren floss nur ein kleiner Wasserfall am unteren der drei Teiche.

Anschließend machten wir uns mit dem Shuttle zurück auf den Weg zum Visitor Center Parkplatz, sammelten unser Auto ein und fuhren auf dem Zion Mount Carmel Highway durch den östlichen Parkteil zum Bryce Canyon. Übrigens: Es gibt auf dem Highway einen Tunnel, bei dem die andere Spur gesperrt werden muss, wenn ein Campingmobil durchfährt. Deshalb müssen Campingmobile hier auch 15$ für die Durchfahrt zahlen. Der Osten des Zion NP sieht noch einmal etwas anders aus. Hier sieht man die unterschiedlichen Windrichtungen der vergangenen Millionen Jahre sehr deutlich.

Unser Eindruck vom Zion NP: Es hat uns wirklich super gefallen, denn die Berge sind beeindruckend und die Aussichten super schön!

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