Vom Joshua Tree über die Route 66 nach Las Vegas

Nach zwei Tagen im Joshua Tree Nationalpark machten wir uns auf den Weg nach Las Vegas und fuhren dabei durch drei Staaten: Kalifornien, Arizona und Nevada! Auf der Strecke nach Las Vegas gibt es nicht viel Sehenswertes: Felder, ein paar Felsen und Berge und vor allem Highways und vereinzelt Hütten, bei denen man sich fragt wer hier eigentlich wohnt. Wenn man einen kleinen Umweg über Kingman in Kauf nimmt, dann kann man aber zwei Stücke der historischen Route 66 mit ein paar schönen Landschaften und kleinen Bergdörfern sowie die Fahrt über die Black Mountains mitnehmen.

Die zwei Stücke Route 66, die wir mitnahmen waren grundlegend sehr unterschiedlich. Das erste Stück befand sich bei Amboy und bestand aus nicht viel mehr als ein paar Route 66 Markierungen auf der Straße, einem Diner in 50er Jahre Stil, einer Tankstelle und des “Roy’s Motel”. Die Straße bis zur Interstate I-40 verläuft hier schnurstracks gerade. Genau das stellt man sich ja meist von der Route 66 vor. Übrigens die Route 66 war eins die führende transkontinentalen Landstraße von Chicago nach Los Angeles.
Durch die Eröffnung der Interstate-Autobahnen wurde sie teilweise komplett abgelöst. Heute sind die verbliebenen Route 66 Abschnitte und Etappenorte eher verweist. Wie an den zwei Etappenstücken, die wir sahen, sind dort meist alte Schilder und Diner zu finden und sonst nicht viel mehr.

Unser zweiter Abschnitt soll laut Reiseführer eine der landschaftlich schönsten Strecken sein. Das können wir bestätigen! Sie führt zwischen Topock an der I-40 und Kingman über das Bergdorf Oatman. Hier befindet man sich schon in Arizona und überfährt bei der Fahrt auf der I-40 den Colorado River. Oatman ist ein auf Wild West getrimmtes Dorf. Es war früher ein Minendorf, heute lebt es wohl hauptsächlich vom Tourismus. Witzig waren die Esel, die die Nachfahren der früher dort als Lasttiere genutzten Esel sind und sich frei im Dorf bewegen und schon auch mal vor dem ein oder anderen Laden warten bis man wieder raus kommt und weiter füttern kann oder den Kopf in entlangfahrende Fahrzeuge stecken.

Die hinter Oatman verlaufende Straße führt einen durch die Black Mountains, wieder einmal eine wunderschöne Landschaft. Anschließend geht es bei Kingman auf die I-93 vorbei am Hoverdam nach Las Vegas.

Im heißen Las Vegas selbst sind wir die nächsten zwei Nächte geblieben, haben Schlafdefizite ausgeglichen, bei Walmart wärmere Schlafsäcke gekauft, damit wir in den darauffolgenden Nationalparks nicht erfrieren, ein wenig am Pool gechillt sowie die nächste Woche und Fahrt durch die Nationalparks von Utah und Arizona geplant. Am Abend sind wir den Strip entlang gelaufen, haben bei uns im Ellis Island Hotel & Casino den Spielern beim Spielen und den Bellagio Fountains auf dem Strip bei ihrem Tanz zugeschaut und gut gegessen.

 

Stay tuned. Aktuell sind wir in den Nationalparks unterwegs und haben nur unregelmäßig Internet, daher kommt immer ein Post nach dem anderen. 😉

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