Von Costa Mesa den Pacific Highway runter nach San Diego

An diesem Tag ging es mit einigen kurzen Stopps von Costa Mesa nach San Diego. Der erste war am Laguna Beach, hier steht ein kleines Kleinod: der Pirates Tower. Ursprünglich erbaut als Treppenturm, um vom Strand zu den auf dem Cliff gelegenen Anwesen gelangen zu können, hat einer der Besitzer (ein im Ruhestand befindlicher Captain der Navy) im Piraten-Dress den Nachbarskindern Geschichten erzählt und Münzen versteckt. Daher kam es zum Namen des Türmchens.

Bis nach San Diego fuhren wir die gesamte Zeit den Pacific Highway entlang. So kamen wir an hohen sandfarbenen Klippen und jede Menge schöner Stränden vorbei. Da das Wetter nicht so richtig mitspielte fuhren wir weiter nach La Jolla und entdeckten einen Strand, auf dem gerade unzählige Seehunde und Seelöwen Rast gemacht haben. Nach der anstrengenden Jagd im Ozean ruhen sie sich auf Felsen und Stränden aus, sammeln die Kräfte und holen sich etwas Körperwärme zurück. Während die Seehunde (Seals) augenscheinlich fast tot rumliegen und auch in etwa so müffeln, pflegen die Seelöwen (Sea Lion) eine ausgeprägte Kommunikation und machen die aus dem Zoo bekannten schreienden Geräusche.

Wie ihr seht kann es auch nicht jeden Tag sonnig sein in Kalifornien, zumindest im Frühling gibt es durchaus auch ein paar trübe Tage, den sogenannten June Bloom. Unser AirBnB für die kommenden 2 Nächte liegt etwas außerhalb von

San Diego auf dem Land, und ist total süß. So muss ein AirBnB sein, und darum lieben wir es: eine total herzliche Gastmama, tolles Apartment mit schönem und blütenprächtigen Garten und vielen Details, und im Kühlschrank findet sich schon etwas für das Frühstück. Total herzlich und echt keine Selbstverständlichkeit!

Am ersten Tag in San Diego wollten wir die Stadt erkunden. Nach einem kurzen Blick in den Reiseführer fiel uns auf, dass es da tatsächlich außer vielen Restaurants zumindest auf den ersten Blick nicht allzu viel zu erkunden gibt. Die Seehunde und Seelöwen hatten wir ja bereits den Tag zuvor gesehen. Außerdem gibt es in San Diego einen Safari Zoo, einen Zoo und ein Sealife. Da haben wir aber eher die “einmal gemacht – alles gesehen” Einstellung und wollen solche Attraktionen nicht weiter unterstützen. Free Willy!

Wir entschieden uns für einen Besuch des Museums auf der USS Midway, einen Flugzeugträger der amerikanischen Marine. Sie spielte eine tragende Rolle in der amerikanischen Kriegsgeschichte, insbesondere in Vietnam. Dort spielte sie unter anderem eine Rolle bei der Evakuierung von vietnamesischen Flüchtlingen und bot die Basis für Luftangriffe auf vietnamesische Angriffsziele.

Randinfo: Tickets bekommt man übrigens per Onlinebuchung und mit Handyticket 2$ pro Person günstiger. Die Schlangen umgeht man damit außerdem. Zudem gibt es oft auch Aktionen auf Groupon, mit denen ihr die Tickets nochmal günstiger bekommt. Kurzes Googeln spart also bares Geld.

Die Midway (1943 erbaut) wurde noch 1991 im Kalten Krieg eingesetzt und liegt seit 2004 am Navy Pier als Museum. Auf ihr haben über 200.000 Navy Soldaten gedient. Seit 2012 ist sie das größte noch schwimmende Marine-Museumsschiff der Welt. Auf ihr erzählen Veterane, Yellow Heads (Volontäre mit gelben Mützen), ein Audio Guide sowie unzählige Informationstafeln über das Leben der Soldaten, die auf ihr dienten.

Über die drei unterschiedlichen Decks konnte man den Motorenraum, die Kantine, die ehemalige Reparaturfläche und vor allem die Schlafkabinen sowie die Räume für Navigation und Radar und die Bereitschaftsräume anschauen. Auf dem Flugdeck sind jede Menge Flugzeuge und Helikopter ausgestellt.        

Was uns hier auffiel war, dass man die Ausstellungsstücke hier anfassen und auch direkt ausprobieren durfte, d.h. in einige durfte man sich reinsetzen, man durfte durchgehen und hat sich dabei über den Audio Guide die entsprechenden Informationen dazu angehört. Außerdem erklärten hier Yellow Heads wie zum Beispiel der Start eines Flugzeugs auf dem Flugdeck von statten ging. Alles war hier sehr auf Unterhaltsamkeit getrimmt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Anschließend ging es für uns entlang des Seaport Village direkt am Hafen von San Diego zum Gaslamp Quarter. Das Seaport Village ist ein künstlich errichtetes Viertel direkt am Hafen mit vielen Café, Restaurants und Shops sowie einer schönen Flaniermeile. Das Gaslamp Quarter ist einer der ältesten Stadtteile von San Diego und Mittelpunkt der Innenstadt. Heute ist es das Unterhaltungsviertel, in dem sich die Restaurants und Clubs sich aneinander reihen und sich San Diego Nachtleben abspielt. Die Atmosphäre dort am frühen Abend war sehr schön.

Unseren Tag in San Diego schlossen wir dann mit einem Besuch des Sunset Cliff Beach bzw. dem dazugehörigen Park ab. Pünktlich zum Sonnenuntergang konnten wir dort (zusammen mit sehr vielen anderen Menschen) den Tag beenden während Surfer und Stand up Paddler noch die letzten Wellen surften. Die Klippen dort sandfarben und wirkten in der untergehenden Sonne fast golden. Einfach wunderschön!

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