Tag 13 + Tag 14: Von Meeresausblicken und der Reise in die Kolonialzeit der Stadt Galle

Feudale Häuser in Galles Altstadt

An Tag 13 ging es für uns mit einer Tuk Tuk-Bus-Tuk Tuk Kombination in circa 2,5 Stunden vom Talalla Retreat zu unserer nächsten Unterkunft, einem auf den Hügeln von Unawatuna liegenden Bed and Breakfast mit dem Namen Lara’s Place, das einen herrlichen Blick über die gesamte Bucht versprach. Und hier wurde nicht zuviel versprochen!Von unserem Bett hatten wir einen Blick auf das Meer und Lara, der Besitzer des BnB erzählte uns, dass er den Teil der Unterkunft, in der wir unser Zimmer hatten, gerade erst zwei Wochen zuvor kurz vor Weihnachten eröffnet hat. Dementsprechend toll und modern ausgestattet waren die Zimmer. Wir sind begeistert!

Aussicht vom Balkon im Lara’s Place
Blick vom Bett auf’s Meer in Lara’s Place

Bald machten wir uns auf zum Strand und stellten fest: Nicht umsonst wird Unawatuna auch das Mallorca Sri Lankas genannt.  Der Strand ist um diese Jahreszeit zum einen sehr voll, von Restaurants bevölkert und nicht sonderlich sauber. Außerdem werden Tauch- und Schnorchelerlebnisse (u.a. zum Rock Island + Jungle Beach) von den örtlichen Tauchschulen und Ausflugsgesellschaften angeboten. Der Strand selbst hat keinen allzu hohen Wellengang, was daran liegt, dass vorgelagert an einem Riff die Wellen bereits das erste Mal brechen. Dieses Riff wollten wir uns die Tage noch einmal anschauen. Der Hotelbesitzer sagte uns, dass man da auch gut durch das Wasser hingehen könne, da das Wasser bis zum Riff nicht tief sei. 

Strand in Unawatuna

Abends aßen wir im Happy Spice, einem netten familiengeführten Restaurant in der zweiten Reihe zum Meer hin, wo es für normale Preise sehr leckeres Essen gab. 

Lecker Curry im Happy Spice

Am ersten vollen Tag in Unawatuna machten wir uns nach einem Geburtstagsfrühstück zur naheliegenden Stadt Galle auf. Die Festungsstadt war in der Kolonialzeit ein bedeutender Seehafen, da sie zum einen Sri Lanka mit Südindien verband und zum anderen im indischen Ozean eine wichtige Position für die Verbindung des Europa-Asien Handels inne hatte. Die Festung wurde zeitweise von der Niederlande, Großbritannien und Portugal erobert, weshalb die Altstadt einen charmanten europäischen Flair ausstrahlt. Hier verschmilzt Asien mit Europa. Uns hat der Bummel durch die Gassen und der Besuch des National Maritime Archaeology Museum, welches die Geschichte der Seefahrt rund um Sri Lankas und insbesondere Galles zeigt, sehr gefallen. Neben Souvenir-Läden sind hier moderne Mode-Boutiquen, alte koloniale Verwaltungsgebäude, Schmuck-Händler und schmucke Cafés mit internationalem Flair zu finden. Endlich wieder richtiger Kaffee und nicht dieser auflösbare Mist! 

Verrückter Baum in Galles Altstadt
Im National Maritime Archaeology Museum in Galle
Auf der Mauer, auf der Lauer…
Der Leuchtturm der Festungsmauer in Galle
Souvenir-/Postkartenladen „Stick no Bills“ in der Church Street
Ein Mann bearbeitet Edelsteine
Parawa Street in Galle
Das Cafe „Crépe-Ology“ in der Layn Baan St
Kaffee + Crepe im Crép-Ology in der Layn Baan St

Besonders interessant ist es hier, dass auch in dieser kleinen Festungsstatt der Religions-Mix Sri Lankas wieder wunderbar zur Geltung kommt, denn hier gibt es neben der niederländischen und der anglizistischen Kirche eine Moschee und einen Tempel. Die unterschiedlichen Religionen beruhen auf den unterschiedlichen Kulturen, die in Sri Lanka zu finden sind. Die Auseinandersetzung der Religionen war nicht immer friedlich. Heute gehen Buddhisten, Hinduisten, Muslime und Christen wahlweise in die Kirche, die Moschee oder den Tempel, je nachdem wonach gerade ist (aus Erzählungen eines Sri-Lankers). Das empfinde ich als sehr entspannt. 

Niederländisch reformierte Kirche in Galle
Die Moschee innerhalb der Festungsmauern

Nach unserem ausgedehnten Spaziergang durch die Gassen und entlang der Festungsmauer aßen wir abends im Lucky Fort Restaurant 10 Curry mit Reis (sehr zu empfehlen) und ließen den Tag ruhig ausklingen. Anschließend ging es im Tuk Tuk wieder zurück zu Lara’s Place. 

Durch die Gassen von Galle
Überall stehen Oldtimer als Dekorations-Objekte (hier ein vermutlich in englischen Zeiten zurückgelassener Morris Minor Series II, gebaut zwischen 1952 und 1956)
Der Eingang zum Lucky Fort Restaurant
10 Curry im Lucky Fort Restaurant
Beim Sonnenuntergang auf der Mauer

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