Tag 9-12: Badespass am Traumstrand Talalla Beach & Affenzirkus im Garten

Am Vormittag vom Montag, den 9. Januar, haben wir unser letztes Frühstück bei Chandi im Guesthouse genießen dürfen. Es war der Tag der Weiterreise gekommen. Wir haben die Herzlichkeit und Gastfreundschaft der letzten Tage sehr genossen, und schauen nun mit einem weinenden und einem lachenden Auge auf die noch kommenden Erlebnisse.

Doch nicht nur uns fiel der Abschied schwer, sondern auch Näh-Näh, dem Kater des Hauses. Er verzog sich bei seinem alltäglichen Besuch kurzerhand in unseren Packsack.

Der Guesthouse-Kater möchte uns nicht gehen lassen

Also: Chandi Gayas Guesthouse direkt am Strand von Tangalle ist eine super Empfehlung, wenn ihr Einblick nehmen wollt in das Leben der Einheimischen, keinen Kontakt scheut und mit einfachen Verhältnissen klar kommt. Mit dem Bus sind wir dann wieder für wenig Geld, 50 Rupien pro Person (31 Cent), ca. eine Stunde lang unterwegs gewesen. Ab Busbahnhof Tangalle gibt es mehrere Optionen, einerseits den Bus nach Matara, oder aber den Bus nach Colombo. Beide fahren am Talalla Beach vorbei. Als wir angekommen sind stand bereits der Bus nach Matara bereit, und wie gewohnt wurde man kurzerhand eingeladen. Bislang haben wir nie länger als 30 Sekunden auf einen Bus gewartet, meist steht immer irgendeiner parat und spielt schon mit dem Gaspedal. Die Fahrt an sich war gewohnt sportlich. Ein weiterer Bus nach Matara war auf der Strecke, der natürlich eingeholt und überholt werden musste. Wir hielten an vielen Haltestellen und die Anzahl der Personen schwanke ständig. Rücksichtsvolles Verhalten wird hier sehr geachtet. Sobald Frauen mit kleinen Kindern, Schwangere oder alte Menschen den Bus betreten, wird umgehend Platz gemacht. Bei Mönchen sowieso. Tina wurde als Frau also recht zügig „platziert“, ich wechselte jeweils nach Andrang, stand aber die meiste Zeit, was jedoch kein Problem war. Es gab viel zu sehen, die Fahrt war ungemein kurzweilig, und es lief wummernde indische Musik. Neben Tina nahm dann auch eine Mutter mit Kind platz, die anfing ihr Kind noch im Bus zu stillen. Den Rucksack nahm Tina auf ihren Schoß, so war für alles genug Platz und zum Dank gab es ein Lächeln und ein leises „Thank you“ . Alles kein Problem! Dank der Hilfsbereitschaft der Leute wurden wir dann an der exakt passenden Haltestelle rausgelassen, wir hatten es nur noch 300 Meter bis zu unserer neuen Unterkunft für die kommenden Tage. Meistens fragen die Leute im Bus direkt schon wo man hin möchte, wenn nicht könnt ihr einfach euren Sitznachbarn oder den Kassierer im Bus fragen. Sinnvoll ist auch eine App mit Offline-Maps, wie z.B. Citymaps2Go, mit der ihr unterwegs den Weg verfolgen könnt.

Lustige Busfahrt mit dem Bus in RIchtung Matara

Unsere neue Unterkunft, das Talalla Retreat, liegt direkt am Talalla Beach. Eine touristisch bislang wenig erschlossene Bucht mit einigen Unterkünften, ein paar Restaurants meist direkt am Meer und am Strand, und einer traumhaften Bucht. Das Wasser ist glasklar, die Wellen sind nicht so hoch, Strömungen daher deutlich schwächer als in Tangalle. Der Strand fällt im Wasser zudem langsam ab, sodass er auch für Kinder sicherlich gut geeignet sein sollte. In Tangalle gab es eine regelrechte Kante. Nicht so in Talalla. Weiterhin ist der Strand gesäumt von Palmen und der Sand ist wirklich ultra fein. Du findest hier kaum eine Muschel oder einen Stein. Auch weil die Hotels, die etwas preisintensiver sind als in Tangalle, regelmäßig den Strandabschnitt aufräumen. In den letzten Tagen beobachteten wir auch ein paar Fischer beim Auslaufen und Fischen. Der Stand hier liegt voll mit bunten, kleinen Fischerbooten, denen man auch Morgens und Abends beim Auslaufen und Fischen zuschauen kann. Bei meiner zweiten morgendlichen Joggingrunde habe ich sie erwischt und ein paar Bilder geschossen.

Fischer am Strand auf seinen Netzen
Der Traumstrand von Talalla. Man bemerke den total sauberen und feinen Sand!
Klischee-Bild im Sonnenuntergang, vom Hotel Panorama aus blickt man hier auf die Bucht von Talalla

Nun zu den negativen Punkten: die Restaurants hier am Strand sind größtenteils unterirdisch. Das Essen ist teurer als sonst, und zudem noch deutlich schlechter und weniger landestypisch. Es gibt viel fangfrischen Fisch, aber fast immer Pommes dazu. Die Grundlage der Fischer = täglich fangfrischer Fisch ist spitze, aber an der Zubereitung hapert es. Schade! Wenn ihr ein wenig laufen wollt, empfehlen wir das neu gebaute Hotel und Restaurant „Mahena“, welches einen Blick auf die nachfolgende, kleinere und östlich gelegene Bucht bietet. Wandert dazu bis an den östlichen Zipfel des Talalla Beaches, hoch zum Hotel Panorama über die Spitze hinweg, und den Weg wieder etwas runter. In einer Kurve, noch in guter Höhe, befindet sich das Mahena. Hier gab es wieder richtig gute, Sri Lankische Küche, zum fairen Tarif und mit aufmerksamer Bedienung.

Leider nur durchschnittliches Fischessen am Strand, jedoch immerhin im Sand und im Schein der Öllampe.

Das Preisniveau scheint angepasst an das der Unterkünfte in der Bucht, die überdurchschnittliche Preise aufrufen. Wir zahlen für ein Zimmer mit Gemeinschaftsbad (!) 60 Euro pro Nacht, das ist hier die günstigste Kategorie („Bungalow“). Absolut overpriced in alle Belangen (Übernachtung an sich, Kurse, Drinks etc.), wenn man sich landesübliche Gehälter daneben legt. Kurze Info dazu:  ein Busfahrer, den ich Abends beim Fotos machen am Strand getroffen habe, wir haben eine ganze Weile geschnackt, bekommt für eine 12-Stunden-Schicht 2.000 Rupien = 12 Euro pro Tag. Positiv jedoch: wir hatten eine bequeme Matratze, gepflegter Pool, schicke Gartenanlage mit Affen, die sich Abends beobachten lassen, und tolles Frühstücksbuffet. Das Talalla Retreat bietet außerdem noch Yoga- und Surfkurse an. Die Preise sind aber auch hier nicht Backpacker-freundlich (15US$ pro 90 Minuten Yoga-Kurs).

Morgens und Abends turnten regelmäßig die Affenfamilien über das Gelände
Der Gärtner bei der Baumpflege: die Weihnachtsbeleuchtung sollte ab!
Schicker gepflegter Pool im Talalla Retreat

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