Tag 5: von verrückten Busfahrten von Ella nach Tissa und unfreiwilligen Spaziergängen

Die Aussicht aus unserem Guesthouse in Ella

An diesem Tag schliefen wir sehr zu meiner Freude nach einigen Tagen früher aufstehen endlich mal wieder etwas länger. Für diesen Tag stand nichts weiter auf dem Plan außer nach Tissamahara zu kommen, um dort am nächsten Tag eine Safari zu machen. Also überhaupt kein Stress. Nach dem Frühstück erkundigten wir uns in unserem Guesthouse nach einer möglichen Bus-Verbindung und machten  uns dann mit dem Tuk Tuk auf dem Weg zum Busbahnhof Ella.

Prinzipiell gibt es die folgenden verschiedenen Möglichkeiten von Ella nach Tissa zu gelangen: Taxi mit Fahrer, Tuk Tuk, Bus-Direktverbindung, Bus-Verbindung mit Umsteigen. Da wir nur spärliche Informationen zu dieser Strecke gefunden haben, möchte ich  kurz auf die verschiedenen Optionen eingehen.

1) Taxi mit Fahrer: Ein Taxi ist natürlich immer möglich. Die Fahrt Ella – Tissa kostet laut Aussage von unserem Guesthouse Host circa 7.500 Rupien, also 47€ für eine zweistündige Fahrt.

2) Tuk Tuk mit Fahrer: genau so wie ein Taxi ist auch ein Tuk Tuk möglich. Laut gleicher Quelle kostet das circa 3.600 Rupien, also 23€ für dann eine etwas längere Fahrt.

3) Bus – Direktverbindung: laut einigen Foren soll drei Mal täglich eine Direktverbindung Ella – Tissa fahren. Wann genau das ist, das wissen wir nicht, Tante Google aktuell auch nicht. Aber die Busse fahren wohl eher Vormittags als Nachmittags. Am besten mal im Guesthouse oder der Tourismus-Information nachfragen.  

4) Bus mit Umsteigen: Da wir diese Option gewählt haben, können wir hierzu auch am meisten sagen. Auch hier gibt es mehrere Möglichkeiten: a) vom Busbahnhof in Ella mit dem Matara Bus nach Pannegamuwa. Am besten einfach dem “Kassierer“ beim Einsteigen sagen, dass man nach Tissa will. Er sagt einem dann rechtzeitig Bescheid. Kosten liegen bei 130 Rupien pro Person, also 83 Cent.  Wir mussten am Anfang mal kurz stehen bis ein  netter Sri-Lanker für mich aufstand und Tobi in Wellawaya einen Platz bekam. Die Rucksäcke wurden einfach vorne  beim Fahrer festgezurrt oder im Kofferraum verstaut. Der Bus fährt wirklich irre schnell, aber das scheint bei Überlandbussen ohnehin der Fall zu sein. Dass die Hupe also dauerhaft genutzt wird, erscheint hier normal und ist als Sicherheitsaspekt zu betrachten. Von Pannegamawuna hat  man zwei Möglichkeiten. Entweder man nimmt ein Tuk Tuk (300 Rupien ist hier realistisch bis nach Tissa City) oder man wartet auf einen vorbeikommenden Bus. Da wir etwas ausserhalb  von Tissa am Lake waren, haben wir ein Tuk Tuk genommen.

Bus von Ella nach Tissa
Tobis Sitzplatz im Bus – an der offenen Tür

b) Eine andere Möglichkeit ist es einen Bus von Ella nach Wellawaya zu nehmen (fährt laut unserer Info alle 15 Minuten) und dann dort in einen Bus Richtung Tissa zu steigen. Das kann dann entweder auch der Matara Bus sein oder auch ein anderer. Genauer wissen wir das leider nicht, aber die Menschen am Bahnhof helfen gern.

In Tissa selbst haben wir dann nicht mehr allzu  viel gemacht. Zunächst kam ein Safari-Fahrer, da wir im Hotel schon gefragt wurden, ob wir eine Safari in den Yala-Nationalpark, den grössten Nationalspark Sri Lankas, machen wollen. Wir besprachen mit ihm welche Safari wir machen wollten und entschieden uns für die Safari von 04:30 Uhr Abholung bis 13:00 Uhr zurück am Hotel. Anschliessend wollten wir noch etwas essen und mussten Geld holen. Daher fuhren wir mit dem lokalen Bus in das Centrum. Man muss schon sagen, dass Bus fahren in Sri Lanka wirklich einfach ist. Man stellt sich auf die linke Straßenseite an ein Busstellenschild und wartet und wenn ein Bus kommt, dann sagt man dem “Kassierer“ wohin  man hin möchte und er sagt einem wo man dafür raus muss. Sehr einfach!

Nach der Suche eines passenden ATMs und dem kurzen Ärgern über unsere DKB Kreditkarte suchten und fanden wir nach einiger Zeit zunächst einen Kokosnuss-Stand. Ein Restaurant fanden wir einfach nicht und fragten dann in einem Guesthouse, ob sie auch Essen da hätten, da das auf ihrem Schild an der Straße stand. Hatten sie nicht, ein  netter Lanka half uns aber das Restaurant auf der gegenüber liegenden Straßenseite zu entdecken. Und der Ausblick war traumhaft! Wir trauten uns aber nicht so richtig zu experimentieren, also gab es gebratenen Reis und gebratene Nudeln. Also nicht sehr spektakulär, aber es stillte den Hunger. Und ihr wisst ja wie das ist, wenn Mann Hunger hat. Da wird man auch schon mal zur Diva.

Tissamahara Centrum
Tissamahara Wäscherei/Nähservice
Locals in Tissa
Obststand am Wegesrand in Tissa
Aussicht aus unserem Restaurant auf die Reisfelder
Tobi unterhält sich
Vogel im Reisfeld
Lokale Landwirtschaft
Sri-Lanker baden im Fluss

Zurück im Guesthouse machten wir uns frisch und dann ging es auch schon ins Bett.

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