Tag 3: Tee, Tee, Tee: Mit dem Zug durch atemberaubende Teeplantangen nach Nuwara Eliya und der Besuch einer Teeplantange

Wir haben nun schon den dritten Tag unserer Reise, und verlassen unsere erste Unterkunft um die Reise nach Nuwara Eliya mit dem Zug anzutreten. Es handelt sich dabei um ein kleines Städtchen, 25.000 Einwohner verrät uns Wikipedia, in den Bergen Sri Lankas. Hier befindet sich der höchste Berg des Landes, der Pidurutalagala, mit einer Höhe von 2.524 Metern, sowie ein Nationalpark und wohin das Auge reicht Teeplantagen. Da wir in den kommenden Tagen noch eine Safari sowie eine Wanderung unternehmen werden, haben wir uns für Nuwara Eliya auf den Besuch einer Teeplantage fokussiert.

Doch zunächst zur Anreise. Es lohnt sich den Weg von Kandy nach Nuwara Eliya mit dem Zug zu bewältigen. Dieser ist, wie schon beim ersten Blogbeitrag beschrieben (Colombo nach Kandy), sehr preiswert. Wir hatten wieder einen Platz in der zweiten Klasse, wobei es sich lohnt entweder zeitig am Gleis zu sein, oder sich geschickt vorzudrängeln. Die Zugfahrt dauert ca. 4 Stunden und führt durch eine absolut sehenswerte Berglandschaft, sodass ein Sitzplatz am Fenster oder notfalls ein Platz an der Tür ein dicker Bonus ist! Wir hatten Glück und gemeinsam mit einem weiteren Pärchen, welches wir im Guesthouse kennen gelernt haben, gute Sitzplätze ergattert. Der Zug war jedoch rammelvoll! Doch der Blick entschädigt für einiges, schaut selbst:
Blick aus dem Fenster zur Lokomotive auf der Strecke Kandy – Nuwara Eliya
Voller Wagon der 2. Klasse
Grandioser Blick aus dem Fenster während der Fahrt

Am Ende der Fahrt landet man nicht direkt in der Stadt, sondern etwas außerhalb am Bahnhof „Nanu Oya“. Bis in die Stadt braucht man ca. 30 Minuten, es fährt sowohl ein Bus in die Stadtmitte, als auch private Fahrer bzw. Tuk Tuks. Wir haben aufgrund des Gepäcks für 1.000 Rupien (ca. 6,30 Euro) die private Variante gewählt, direkt bis zu unserem Guesthouse „Pedro View Holiday Bungalow“. Etwas außerhalb der Stadt, aber nah an den Teeplantagen der Pedro Teafactory sowie eine halbstündige Wanderung von dem Wasserfall „Lovers Leap“ entfernt. Die Teefabrik war soweit okay, für 200 Rupien kann man an einer Führung durch die Fabrik und Verkostung teilnehmen. Bei der Führung durch die Fabrik liefen derzeit keine Maschinen, da in der Fabrik aufgrund der milderen Temperaturen nur Nachts an den Maschinen gearbeitet wird. Ein paar Pflückerinnen konnten wir aber auf den Feldern und beim Sortieren der Blätter (hellgrüne, junge Blätter = gut für die Teeernte) beobachten. Bei der Verkostung am Ende hatten wir uns jedoch mehr erhofft. Hier gab es leider nur eine Sorte zum probieren.

Pedro’s Teeplantage. Eine der größten in Nuwara Eliya und dem nachhaltigen & ethisch korrekten Anbau verschrieben
Die Trockenbänder der Teefabrik und erste Stufe der Verarbeitung

Die Wanderung zum Wasserfall durch die Teefelder hindurch war spitze, man braucht lediglich 30 Minuten ab Pedros Teefabrik. Der „Lovers Leap“ führte nicht so viel Wasser wie üblich, aktuell fehlt den Leuten hier der Regen. Die Aussicht auf die Stadt und Plantagen ist jedoch großartig! Der Sage nach hat sich ein Prinz vor einigen vielen Jahren in ein Mädchen im Dorf verliebt. Er durfte seines Standes wegen aber nicht mit dem Mädchen zusammen sein, weshalb er sich den Wasserfall herunter stürzte. Deshalb auch „Lovers Leap“ = Liebenden-Sprung.

Lovers Leap Wasserfall

Auf dem Rückweg haben wir uns durch die Wohnsiedlungen der Einheimischen geschlagen und waren begeistert von der Freundlichkeit. Kinder begrüßten uns, haben gewunken, nach Namen und Herkunft gefragt. Jeder sagt Hallo und niemand will irgendwas böses. Eine wirklich ungewohnte, aber angenehme Erfahrung, die sich aber mit unseren Erlebnissen in Thailand deckt. Je kleiner und abgelegener die Stadt ist, desto liebenswürdiger sind auch die Menschen.

Eine farbenfrohe Siedlung der Einheimischen

Nach der kleinen Wanderung sind wir mit dem Bus in die Innenstadt gefahren (14 Rupien hat’s gekostet, also 9 Cent). Wir sind etwas über den lokalen Markt geschlendert und haben und im „Da Silva Food Centre“ hervorragend und preiswert gegessen: Kottu Rotti. Das ist ein typisches Gericht für Sri Lanka, und besteht aus in Streifen geschnittenen Rotti (eine Art Fladenbrot), vermischt mit Gemüse, Fleisch oder Fisch sowie Curry. Ein Gaumenschmauß!

Kottu Rotti – YUM YUM YUM!

 

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